Nachdem wir dann einige Tage kein Internet hatten, ausgerechnet in der großen Stadt Mandalay, sind wir jetzt den 3. Tag in Bagan und verarbeiten noch die großartigen Eindrücke unserer Ballonfahrt.
Aber der Reihe nach: An unserem letzten Tag in den Bergen haben wir den tollen botanischen Garten besucht, nach 30 Minuten Fahrradfahrt waren wir dort und sind fas 4 Stunden herumgelaufen. Unterschiedlichste Themen, wir versteinertes Holz, Bambus, Orchideen, Eine kleine Freifluganlage für Vögel ließen uns die immer wieder einsetzenden Regenschauer leicht ertragen.
Danach hatten wir einen echt englischen "High Tea" in einem kolonialen Hotel und sind dann noch kreuz und quer durch die Stadt gefahren.
Am nächsten Morgen sind wir mit einem Sammeltaxi nach Mandalay gefahren und seitdem hat der "normale" Tourismus uns wieder...bei Besichtigungen werden uns Andenken aller art angeboten und wir sind fast immer in einer größeren Menge anderer Touristen, die Stille und Einsamkeit der Berge fehlt uns schon etwas, dafür erleben wir nun die Dinge, für die Myanmar berühmt ist... Goldene Pagoden, Tempel ohne Ende und ganz besondere Landschaften.
Die Freundlichkeit der Menschen hier hat sich aber nicht geändert, ein freundliches Lachen, Hilfe wo immer man sie braucht, gemeinsames radebrechen... immer sind die Begegnungen besonders, ob an dem Tempel, wo ausser uns niemand ist und der Andenkenverkäufer für uns eine kleine Führung macht ... natürlich müssen wir dann auch gucken, aber wenn wir nichts kaufen ist dann auch ok...die Bedienung im einheimischen Restaurant, die kein englisch kann oder die freundlichen Menschen im Hotel, die unseren Flug bestätigen oder uns beim Frühstücksbuffet helfen.
Am ersten Tag in Mandalay sind wir allein unterwegs gewesen und nachdem wir den alten Kaiser Palast besichtigt haben, sind wir "Mandalay Berg" hoch gelaufen (Ihr könnt ihn hinter dem Hochzeitspaar sehen, wenn die Bilder hochgeladen sind). Dabei waren wir wohl fast die einzigen, die heute den langen Anstieg noch zu Fuss machen, die Einheimischen lassen sich mit dem Auto oder Sammeltaxi (sehr eng) auf den Berg fahren und legen die letzten Meter dann mit dem Aufzug oder der Rolltreppe zurück- der Anblick war schon etwas surrealistisch.
Danach haben wir noch das größte Buch der Welt besichtigt, in jeder der weißen Pagoden ist eine Marmortafel mit einer Schriftseite aufbewahrt. Um Dagmars eindruck von Phantasialand zu vertiefen, haben wir dann die genutzten Fahrgeschäfte um eine Fahrt in der Fahrradrikscha erweitert.
Am nächsten Tag hatten wir einen ganztägigen geführten Ausflug rund um Mandaly, dabei haben wir der 2. und letzten Mahlzeit von 1500 Mönchen zugesehen (gemeinsam mit gefühlt 1500 anderen Touristen), eine Seidenweberei besucht, waren auf der Ubein-Brücke spazieren (eine alte Teakholzbrücke), sind - noch ein Fahrgeschäft - mit einem Pferdewagen über eine Insel gefahren worden, haben dort und auf der weiteren tour wieder viele Tempel besichtigt und uns Abends noch angesehen, wie das Blattgold hergestellt und verpackt wird, welches die Menschen hier auf die Buddha Statuen kleben.
Vorgestern hatten wir dann einen geruhsamen Tag auf dem Boot (jetzt haben wir die Fahrgeschäfte bald durch) und sind von Mandalay nach Bagan auf dem Fluss gefahren, die Busreise ist zwar 4 Stunden kürzer, aber auf dem Boot hatten wir viel Platz, einen Sitzplatz drinnen (Klima) und einen Sitzplatz draußen und haben nette Menschen kennengelernt und das ein oder andere Bier getrunken.
Gestern sind wir dann mit dem Mountainbike durch Bagan gefahren und waren bei Sonnenuntergang auf der (fast) einzigen Pagode, die man noch besteigen darf um Fotos der Landschaft mit den tausenden von Pagoden zu machen. Außerdem hat bei Dagmar wieder der Kaufrausch begonnen, insbesondere werden hier Lackgegenstände hergestellt, der aufwändige Prozess führt allerdings dazu, dass die Dinge nicht ganz preiswert sind, so dass wir uns genau überlegen müssen, was wir mitnehmen wollen.
.... und heute Morgen dann ein Höhepunkt der Reise, um 4:50 hat uns ein Bus am Hotel abgeholt und zum Startplatz der Ballons gebracht. Nach einem Kaffee und einer kurzen Einweisung, wurden die Ballons dann mit heißer Luft gefüllt und dann von jeweils 16 Menschen bestiegen. Da der Ballon während der Fahrt gedreht werden kann, hatte aber trotzdem jeder die beste Aussicht.
Kurz vor Sonnenaufgang sind wir dann aufgestiegen und 70 Minuten über die Pagoden und Tempel Bagans geschwebt ... ich hoffe, die Bilder geben eine Idee dieses beeindruckenden Erlebnisses, die Worte dafür fehlen mir ;-))
Jetzt ruhen wir uns aus, bevor wir gleich noch mal zu einer Fahrradtour aufbrechen.... und morgen gehts dann weiter zum Inle-See... wegen der schlechten Strassen und der großen Entfernungen werden wir jetzt noch drei Inlandsflüge haben ...
Bagan - Inle-See, Inle-See - Strand, Strand - Yangoon, bis es dann über Hanoi wieder nach Hause geht.